2007: Christian Pfeiffer, “Krise der Männlichkeit. Der Fall junger Männer”/”Crisis of Masculinity: The Case of Young Men”

Christian Pfeiffer, “Krise der Männlichkeit. Der Fall junger Männer”/”Crisis of Masculinity: The Case of Young Men”

Berlin Mosse Lecture
https://mosselectures.wisc.edu/berlin/

Thursday, 23 January 2007, 19:00 CET

Winter Semester 2006-07 Mosse Lectures poster for Humboldt University

 

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Senatssaal of Humboldt University
Unter den Linden 6

1. Stock
10117 Berlin
GERMANY


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Institut für deutsche Literatur

Lecture Description: Seit Anfang der 1990er Jahre wird im Geschlechtervergleich eines immer deutlicher: männliche Jugendliche geraten zunehmend in das gesellschaftliche Abseits. Sie dominieren immer mehr bei den Schulabbrechern, den Sitzenbleibern, den Hauptschülern und jungen Arbeitslosen, bei rechten Gewalttätern, den Machos aus der Migrantenszene sowie den Computerspielsüchtigen. Die Mädchen und jungen Frauen dagegen liegen bei denen vorn, die schulisch und gesellschaftlich Erfolg haben. Der Vortrag zeigt anhand der Befunde von repräsentativen Schülerbefragungen auf, welche Erklärungen sich für diese Phänomene anbieten und stellt Vorschläge zur Diskussion, wie der problema-tischen Entwicklung begegnet werden soll.

Lecture Series Description: In verschiedenen Gestalten begleitet der Verlierer die Wege von Erfolg und Gewinnertum, unauffällig oder penetrant: als Gescheiterter und Versager, als Ohnmächtiger und Querulant, als anspruchsloser oder lästiger Außenseiter. Nicht immer aber übernimmt der Verlierer die Position jener Unterlegenen, die zufällig, umständehalber in sozialen, politischen und militärischen Kämpfen auf der Strecke geblieben sind. Viel mehr noch ist er zu einem inneren Bestandteil von Systemen geworden, die nur deshalb funktionieren, weil sie konsequent und zwangsläufig Ver-lustposten produzieren. So gibt es Verlierer der Modernisierung, Globalisierungs-verlierer, Verlierer im Bildungssystem, Verlierer der Wiedervereinigung, Verlierer also, die als geradezu notwendiger fallout die Veränderung von Weltlagen charak-terisieren. Ihr Schicksal ist das mögliche Geschick aller, die Begegnung mit ihnen eine unbequeme Selbstbegegnung. Autoren und Wissenschaftler zeigen aus ihren Wissens- und Erfahrungsbereichen in Me-dien, Literatur, Sozialwissenschaften und Justiz Fallbeispiele des Verlierertums.

Christian Pfeiffer: geb. 1944, studierte zunächst Rechtswissenschaften in München, anschließend Sozialwissenschaften und Kriminologie an der London School of Economics and Political Sciences; 1984/85 Heisenberg-Stipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Er war u.a. Initiator des ersten deutschen Modellversuchs zur Erprobung des Täter-Opfer-Ausgleichs im Jugendstrafrecht (Braunschweig) und im Allgemeinen Strafrecht, der Ausgangspunkt für mehr als 200 Nachfolgeprojekte wurde. Seit 1988 ist er Direktor des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen, parallel dazu seit 1987 Universitätsprofessor für Kriminologie, Jugendstrafrecht und Strafvollzug am Fachbereich Rechtswissenschaften der Universität Hannover. Von 2000 – 2003 war er Niedersächsischer Justizminister.
Christian Pfeiffer: geb. 1944, studierte zunächst Rechtswissenschaften in München, anschließend Sozialwissenschaften und Kriminologie an der London School of Economics and Political Sciences; 1984/85 Heisenberg-Stipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Er war u.a. Initiator des ersten deutschen Modellversuchs zur Erprobung des Täter-Opfer-Ausgleichs im Jugendstrafrecht (Braunschweig) und im Allgemeinen Strafrecht, der Ausgangspunkt für mehr als 200 Nachfolgeprojekte wurde. Seit 1988 ist er Direktor des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen, parallel dazu seit 1987 Universitätsprofessor für Kriminologie, Jugendstrafrecht und Strafvollzug am Fachbereich Rechtswissenschaften der Universität Hannover. Von 2000 – 2003 war er Niedersächsischer Justizminister.
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